Gedicht

A Gedicht über unner Landjugend

(obacht, fränggisch)

Dieser Text ist voller Gschichtn,

von denen wollen wir berichten.

Wir geben den Reim in fränkisch zum Besten

Um Eure Heimatkultur zu testen.Ein kleiner Ausschnitt aus unserem Vereinsgeschehen,

lest weiter, lacht Ihr werdet schon sehen.

Viele Leute wüssten es sonst nie,

hier ist unsere fränkische Biographie:

Tief im Frangnwald gibt’s a poor Heiser,

die an haasn Maaster, die annern Geißer.

Statt sich vordner zu ärchern wird sich endlich verbündet,

und die Landjugend Weidesgrün gegründet.

Die ersta Gschicht gied übers Maibaamklaua,

Herrgott wollten Bockpfeifer uns verhaua.

Amoll in der Nacht nid gscheid aufgeluert,

kama die Greeworzln und dou wor er fuhrt.

Unter 100 Liter Gerstensaft kummd ihr ned davoo,

sagten wir zum Selbitzer Rathausmoo.

Beim Verzehr wurde gescherzt und gelacht,

na Erlös hammer na Kinnergartn vermacht.

Zum Tunnelfest wird drei Douch lang getanzt und gefeiert,

wal durch die Röhrn ka Schienabus mehr eiert.

Su mancher find auf dem Fest für’s Leben sei Frau,

a annerer fliegt nein Groum und schreit: „des glabt mer ka Sau“!

Manch einer aus der Bar blickt traurig zurück,

meistens mit am Tunnelblick.

Vo unnerer Erntekrona hannelt die nächsta Gschicht,

wu mer semtlicha Getraasortn annernanner bicht.

Weizen, Driddikaale, Gerschdn, Roggen,

Droudschnur rum – fröhlich frohlocken.

Als Zeichen der Frucht und Brot für die Welt,

Wird sa in der Kergn aufgestellt.

Zur 72-Stunden-Aktion wird kräftig gerackert,

und hinterm Hallenbad a Gruum ausgebaggert.

A mancher dacht es werd a Außenschwimmbeck’n,

doch warum dunn sa a Netz neisteck`n?

In Zukunft wird dou Volleyball gspüllt,

statt Wasser werd a Sand neigfüllt.

Für unner Weihnachtsfeier wird gereimt und gedicht,

und die Schandtaten wern vom Pelzmert`l bericht.

Mit die selbstgebackenen Plätzla kammer bestens entschlacken,

senn ja mit a poor Flaschen Asbach gebacken.

In unnerm Verein wird in letzter Zeit a vüll geheiert,

dou semmer dabei – dou wird mitgfeiert.

Su mancha Fraa wollt die Hochzich nuchmol überdenkn,

wenn seina Kumpels mitn Laster des Porzellan reilenkn.

Doch im Nachhinein wird laut drüber gelacht,

bisher hammer sa alla unter die Haum gebracht.

Jedes Johr zer Pfingsten wern bei uns die Strouß’n garniert,

und bei unnera neia Liebespärla a scheens Sprichla hiegschmiert.

Streng geheim und wohl durchdacht,

wird Wochen vorher der Kalk ogemacht.

Auch wenn manchmal die Liebe vergeht,

der Kalkstrich auch nach nem Jahr noch besteht.

In Tracht gekleidet unnera Maadla und Buum,

flieng zu zünftiger Quetschenmusik durch die Stuum.

Unnera Volkstänzer kumma naus die Welt,

worn sogor scho in Berlin ausgestellt.

A die Sonnwendfeier derf bei unerm Verein ned felln,

wenn a riesicher Haufn Käjferbaamer die Nacht erhelln.

Mitn Fichtnmobbed wird des Rohmaterial eikaaft,

und mitn Schlebber dichtich vom Wold rausgschlaaft.

Hiegstellt, ogezünd und rougebrennd

Hauptsach es hod Wärm gespend.

Und wall mer’s groud vom Feier haddn,

kehrt Grilln zu uns wie Blumma zerm Gartn.

Ob Broudwerscht, Stejgs oder feddn Bauch,

des Grilln is in der LJW scho fast a Brauch.

Wie’s weitergeht die Gschicht – des was nur Messias

Viele Grüße vom Bensi und Hias.

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